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Summt im Wandel der Zeit, von den Anfängen bis heute
Warum heißt Summt eigentlich Summt?

Betrachtet man die Geschichte von Summt, so ist die Besiedlung des Gebietes um den Summter See der Slawenzeit zuzuordnen. Als erste geografische Bezeichnung wurde 1375 "czumit" erwähnt, was im slawischen "See, in dem es Welse gibt", bedeutet. Weitere Ortsnamen, wie Sumolt, Zummet, Simmet, Sumt folgten. Seit 1861 trägt der Ort die noch heutige Schreibweise "Summt".
Summt war der Ausgangspunkt der Besiedlung von Mühlenbeck. Die Molenbekes, ansässig in Summt, gelten als die Begründer von Mühlenbeck. Die Besiedelung erfolgte sehr langsam. So lebten 1734 in Summt 34 Menschen, 1925 waren es schon 266 und heute beträgt die Einwohnerzahl 900. (Zensus 2022)

Summt stand in der Vergangenheit unter verschiedenen Verwaltungen und war auch eigenständig, bis es im Jahr 1929 in Mühlenbeck eingemeindet wurde.

Es wurde durch den 30jährigen Krieg komplett zerstört und 1685 wieder aufgebaut. Nach und nach erfolgte die Besiedlung. Summt war Rittersitz und Dorf, Amtsvorwerk, Vorwerk, Kolonie, Gut mit Kolonie. Nach dem Verkauf des ehemaligen Gutes begann die Parzellierung. Kleinere Höfe und auch Gewerbe entstanden.

Bei der weiteren Parzellierung entstanden hauptsächlich kleinere Grundstücke, die mit Lauben bebaut wurden und zur Wochenenderholung dienten. Es gab aber auch Wohnhäuser. In den Jahren nach der Wende setzte ein Bauboom ein, wo aus den Lauben Häuser und Villen wurden.
In den Jahren 1921/22 wurden ca. 208 Hektar der Ländereien an die Familien Friedrich und Dobslav verkauft, die hier neu siedelten. Der Summter See war somit im Privatbesitz. Am Ufer des Sees entstand die Gaststätte "Seeschloß" (auch als "Summter Seeterrassen" bekannt). Außerdem entstand am Ufer ein Pavillon mit Tanzboden und am Nordufer eine Badeanstalt. Mit dem Motorboot "Rennfried" wurden Seerundfahrten angeboten.

Durch die Nähe zu Berlin wurde Summt ein beliebtes Ausflugsgebiet. Ende der 20er Jahre wurde Summt mit einer Autobuslinie von/nach Hermsdorf und ab 1930 am Wochenende mit einem Ausflugsbus von/nach Pankow angefahren. Vorher kamen die Gäste entweder mit dem Pferdefuhrwerk oder zu Fuß durch den Wald aus Birkenwerder. Dieser Ausflugsverkehr wurde durch die BVG/BVB angeboten und war sehr beliebt. Der Kraftverkehr fuhr zu DDR-Zeiten die Linie Schildow-Zühlsdorf. Wochentags und am Wochenende sogar relativ lange (bis 23:30 Uhr), so dass man auch ohne Auto an Freizeitaktivitäten außerhalb des Dorfes teilnehmen konnte. Heute, von der OVG betrieben, fährt der letzte Bus um 18:15 Uhr, was eine Teilnahme am kulturellen Leben in den Abendstunden ohne Auto unmöglich macht.


Auch heute noch ist Summt ein beliebtes Ausflugsziel. Durch die gute Anbindung an die A10 kommen viele Tagesbesucher in unseren Ort. Die Gäste baden im See, angeln, umrunden den See, der eine Uferlänge von ca. 3 km hat oder gehen im Wald spazieren. Beliebt sind auch Radtouren, Gassirunden und Jogging. Der See bietet Naturbadestellen mit Sand und Wiese, an denen Strandfeeling aufkommt. In den letzten Jahren ist das Stand-Up-Paddling sehr beliebt geworden. Wer einfach nur die Natur genießen möchte, wird in Summt reich belohnt. Flora und Fauna sind sehr vielfältig und bringen den Naturliebhaber zum Staunen. Seit Jahren leben auf dem See Schwäne, die regelmäßig Nachwuchs bekommen, kurz gesagt, sie fühlen sich wohl.

Jedes Jahr im Frühjahr wird rund um den Summter See eine Reinigungsaktion durchgeführt. Unter großer Bürgerbeteiligung wird Müll eingesammelt, um unsere Natur sauber zu halten. Leider gibt es im Ort sowie auf den Parkplätzen viel zu wenig Mülleimer. Um unser Paradies zu erhalten, sollten alle, egal ob Bewohner oder Besucher, ihren Müll stets mitnehmen.
Gemalt von Hugo Kullick, Blick auf die Feuerwehr und die alte Schule.
Summt hatte sogar eine Einklassenschule, welche um 1750 eröffnet und bis 1956 betrieben wurde. Das alte, marode Schulhaus wurde 1920/21 durch einen Neubau abgelöst. Das Gebäude wird heute noch als Kita "Koboldhaus" genutzt und liegt direkt an der Hauptstraße.

Die Summter Freiwillige Feuerwehr wurde 1923 gegründet. Ihr Wehrhäuschen befand sich auf dem heutigen Kitaparkplatz. Auf dem Dach des daneben stehenden hölzernen Schlauchturmes befanden sich eine Sirene und unter dem Dach zwei Glocken, die zu kirchlichen Anlässen und Beerdigungen geläutet wurden. Aufgrund der Baufälligkeit dieses Turmes sollten die Glocken verschwinden.

Mit großer Initiative der Summter konnte erreicht werden,

dass für die Glocken in einem entsprechenden Gerüst Platz auf dem Friedhof gefunden wurde. Hier läuten sie nun täglich um 18:00 Uhr sowie sonntags um 12:00 Uhr und erinnern uns auf charmante Weise daran, dass die Abendbrot- oder Mittagszeit angebrochen ist.

Ein weiterer wichtiger Ort der Summter-Geschichte ist der dorfeigene Friedhof. Jahrzehntelang mussten die Summter in dem kleinen, weißen Gebäude Abschied von ihren Verstorbenen nehmen, neben dem Sarg fanden darin gerade einmal sieben Personen Platz. Nach langem Drängen wurden im Jahr 1995 endlich die Voraussetzungen für einen würdigen Neubau geschaffen: Die damalige Summter-Baufirma von Bernd Heiden errichtete eine neue, standesgemäße Aussegnungshalle.

In der Vergangenheit gab es hier in Summt ein reges Dorfleben. Im Laufe der Zeit luden 5 Gaststätten zum Verbleiben ein. Außerdem konnten sich die Einwohner im Ort mit den nötigen Lebensmitteln in Geschäften versorgen.

Das kleine Summt liebte schon immer das Vereinswesen. Es waren u.a. ein Lotterie-Verein, Gesangsverein, Theaterverein, Rauch-Club und der Siedlerverein ansässig. Der Siedlerverein war sehr beliebt und hatte viele Mitglieder. Regelmäßig wurden Tanzveranstaltungen, Pfingstkonzerte und andere Events organisiert. Ein fröhliches Miteinander war Programm. Der Verein löste sich auf und es gab einige Bürger, die etwas Neues beginnen wollten, um das Dorfleben zu erhalten und das Miteinander zu pflegen.

Mit dem Ende des Siedlervereins beginnt die Geschichte der IG Summt e.V..
Quellennachweis:
Geschichte(n) rund ums Mühlrad, 1994, Copyright by Evang.
Kirchengemeinde Mühlenbeck Bevölkerungsgitter statistisches Bundesamt D
https://de.wikipedia.org/wiki/M%C3%BChlenbeck_(M%C3%BChlenbecker_Land)
http://www.muehlenbeck-web.de/chronik.htm